Der Anstieg von Poppenhausen zum mit 950 m höchsten Berg Hessens war knapp 6 km lang, aber nicht besonders steil. Nach der Bergankunft auf dem Schwedenwall zur 2. Kontrollstelle folgte ein eher welliger Abschnitt durch die bayerische Rhön. Gleich nach der 3. Verpflegungsstelle in Fladun­gen begann die etwa 10 km lange Hochrhön-Straße zum Schwarzen Moor, einem Naturschutzgebiet in ca. 800 m Höhe. Die Landschaft hier oben wurde durch die ty­pische Hochmoorve­geta­tion mit teilweise schon blühenden Gräsern geprägt; zudem belohnte eine tolle Fern­sicht bis zum Spessart die „Bergziegen“. Hinter Hilders ging es unmerklich über die ehemalige Zonengrenze in den thüringischen Teil der Rhön. Der Frankenheimer Berg mit ebenfalls rund 800 m Höhe stellte die letzte Herausfor­derung vor der Nudel­pause in Kaltensundheim dar. Nach dem letzten nennenswer­ten Anstieg zum Theo­baldshof verließen wir Thüringen. Die letzten 60 km führten um Fulda herum nach Bimbach zurück. Anzumerken ist noch die schon traditionell ab­wechslungsreiche Verpflegung an den Kontrollstellen des Rhön-Marathons; Eier­waffeln habe ich nir­gendwo gesehen!

Den ersten Regenmarathon 2009 absolvierte ich in Herbern im Münsterland; da er zur NRW Challenge zählte, wollte ich ihn nicht auslassen. Spektakulär war der Start im Regen über den nassen Rasen des Fußballplatzes. Die Strecke führte zunächst durch die Venne nach Schapdetten, dem „Tor zu den Baumbergen“. Hier waren meh­rere kurze Abschnitte mit Steigungen von teilweise über 10 % zu erklim­men. Nach Verlassen der Baumberge fuhren wir kreuz und quer durch das verreg­nete West­münsterland; der einzige größere Ort am Weg war Billerbeck. Obwohl der Regen mittags aufhörte, war ich im Ziel nach 204 km nass wie eine Katze.

Der schon drei Tage später ausgetragene Vier-Talsperren Marathon fand dagegen bei trockenem und warmen Sommerwetter statt. Die Strecke begann in Wup­pertal-Ronsdorf und führte über 206 km um Gummersbach herum durch das Ober­bergische Land. Schon nach 80 km hatten wir drei Kontrollstellen passiert; entspre­chend weit lagen die übrigen auseinander. Eher untypisch für Radmarathons gab es unterwegs keine Warmverpflegung; dies wurde aber durch ein reichliches und ab­wechslungsrei­ches Angebot an allen Verpflegungsstellen ausgeglichen. Auf der Strecke selbst folgte ein Anstieg nach dem anderen; außer den Abfahrten gab es nur wenige län­gere Roll-Phasen. Ärgerlich war kurz vor Schluß ein wirklich unnötiger Abstecher ins Ronsdorfer Gewerbegebiet.