Als das Tempo nach ¾ des Rennes angezogen wurde, konnte nur noch Willi van der Sande die erste Gruppe, die die Lücke zu einem frühen Ausreißer schloss, halten. Die Anzahl der Runden, die zu absolvieren waren und damit auch die Häufigkeit, in der die Steigung in Angriff zu nehmen war, hatte ihn so viel Kraft gekostet, dass er die immer kleiner werdende Gruppe zwar halten, aber nicht mehr weiter nach vorne fahren konnte.
Statt der gewünschten TOP TEN Platzierung,
kam er auf einem guten 30. Platz ins Ziel.
Patrick Oeben musste vier Runden vor Schluss reißen lassen, fiel in die dritte Gruppe zurück und beendete das Rennen auf Rang 59 und blieb wie Willi unter seinen Möglichkeiten. Lediglich 69 von 150 gestarteten Fahrern erreichten das Ziel.
Florian Otto und Nils Wlotzka fielen zwar in einer frühen Phase des Rennes bereits zurück, fuhren aber im Rahmen ihres Leistungsvermögens ein gutes Rennen und kamen dadurch mit Platz 73 und 74 noch in die Wertung. Christoph Schübbe, der ebenfalls keinen guten Tag erwischt hatte, wurde durch einen Defekt am Rad, als der Umwerfer abriss, von seinen Qualen erlöst.
Abgerutscht in der Teamwertung von Platz 7 auf 10 fiel der Rückblick auf das Ergebnis der Bergemeisterschaft
alles andere als positiv aus. Und so setzte der Straßenvierer beim Mannschaftszeitfahren in Genthin in der Besetzung Patrick Oeben, Jan Radermacher, Christoph Schübbe und Willi van der Sande alles daran, das Ergebnis der Teamwertung zu verbessern.Dass es schwer werden würde, davon waren sie ausgegangen, denn die Vier gingen im Gegensatz zur Deutschen Berg völlig unvorbereitet an den Start. Der enge, gestraffte Zeitplan, in dem eine Meisterschaft die andere jagte, ließ den Fahrern nicht die nötige Zeit, sich an einem oder zwei Vorbereitungswochenenden, so wie es im Vorjahr möglich war, aufeinander abzustimmen. Und obwohl das Team das Mannschaftszeitfahren „nur so“ für die Mannschaftswertung mitnehmen wollte, klappte das Debüt der Vier im Gegensatz zum vergangenen Wochenende auch ohne Vorbereitung.
Sie lagen nach der Hälfte des Kurses mit einer Sekunde
vor dem Team aus Rheinhessen auf Platz 7. Und obwohl sie auf dem Hinweg der zweiten Schleife etwas Zeit verloren, machten sie auf den letzten 12,5 km noch mal richtig Dampf und sicherten den 7. Platz nach hinten klar ab. Zu Platz 6 waren es nach der ersten Zieldurchfahrt nur zwei Sekunden. Am Ende fehlten aber hierzu 20 Sekunden, die nur mit vier homogenen Zeitfahrern zu knacken gewesen wäre. Der fehlende vierte Mann wurde kurzerhand mit Christoph Schübbe besetzt, den man wahrlich auf diesem Gebiet nicht als Spezialisten bezeichnen kann. Das hohe Tempo und die Führungsarbeit machte dem Dortmunder sichtlich zu schaffen, er biss sich aber beachtlicherweise bis zum Ende durch und erwies dem Team somit dankbare Dienste.
Durch den 7. Platz in der Tageswertung rückten die Junioren wieder zwei Zähler im Gesamtklassement
vor und stimmten Cheftrainer Hans-Peter Nilges wieder versöhnlich. Beim Bundesliga Finale in Berlin wollen sie mindestens noch einen weiteren Platz gutmachen.
Für Florian Otto lief es am Samstag in Dortmund-Brackel gut. Er setzte sich gegen starke Konkurrenz durch und kam auf einem starken 5. Platz ins Ziel.

©Ingrid Oeben