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Nachsetzende Fahrer wurden zwar vom Hauptfeld gestellt, dass Führungstrio konnte aber nicht mehr eingeholt werden. Patrick, der keinen guten Tag erwischt hatte, kam als 11. ins Ziel gefolgt von Teamkollege Christoph Schübbe, dem an diesem Tag ebenfalls die Kräfte für eine vordere Platzierung fehlten. Das sollte für die beiden am nächsten Tag deutlich besser werden.
Christoph kletterte beim Kriterium in Emsdetten auf den 2. Podestplatz, nachdem er reichlich Punkte auf seinem Konto verbuchen konnte, die er seiner wie immer aktiven Fahrweise in einer Ausreißergruppe zu verdanken hatte. Um den Sieg nach Hause zu fahren, musste der Dortmunder die letzte Wertung für sich entscheiden. Doch zwei im Rennverlauf unauffällige Fahrer setzten sich vor der entscheidenden Wertung ab und das Feld ließ sie gewähren. Christoph gewann den Sprint vom Hauptfeld, konnte aber nicht die nötigen Punkte sammeln, die er zum Sieg brauchte und sorgte mit dem 2. Platz für den ersten Podestplatz an diesem Wochenende.Ein ähnliches Schicksal ereilte den Büttgener Patrick Oeben. Auch er musste sich im Endkampf knapp seinem Konkurrenten Timo Niesing geschlagen geben und verpasste nur um Reifenbreite seinen 3. Saisonsieg.
Dem 2. Platz vorausgegangen war ein Rennverlauf, den man so auch noch nicht erlebt hatte. Nach vielen Attacken stand nach der Hälfte des Rennens eine 5-köpfige Gruppe, die mit Daniel Scherring, Nils Wlotzka und Patrick Oeben aus Büttgener Sicht bestens besetzt war. Wegen eines angekündigten Feuerwehreinsatzes, der jedoch eine zuvor ausgelöste Sirene vermissen ließ, wurden die Fahrer angehalten und das Rennen neutralisiert. Weil der Vorsprung weniger als 30 sec. betrug, wurde das Rennen im Zusammenschluss aller Fahrer wieder nach einigen Minuten freigegeben. Voll mit Adrenalin wurde Runde für Runde immer wieder aber erfolglos attackiert. In der letzten Runde wurde hektisch um die Positionen gekämpft und der schnelle Daniel verlor leider Patricks Hinterrad. Den Podestplatz von Patrick untermalten David Herrmann auf Platz 6, Daniel Scherring als 9., gefolgt von Nils Wlotzka der als 10. ebenfalls in dieTOP TEN fuhr.
Willi van der Sande blieb seiner Vorliebe treu und suchte erneut den europäischen Nachbarn auf, um noch einige giftige Anstiege als Training für die Deutschen Bergmeisterschaften in Angriff zu nehmen. Beim anspruchsvollen Rundstreckenrennen im niederländischen Simpelveld auf selektivem Kurs hatte der Frankfurter 16 Mal einen 1 km langen Anstieg zu bewältigen, der im Schnitt 10% steil war. Von Runde zu Runde wurde das Feld kleiner und lediglich zwei Gruppen mit 7 bzw. 9 Fahrern erreichten die letzte Runde. Willi kam in der zweiten Gruppe auf Rang 13 als bester deutscher Teilnehmer ins Ziel und bewies einmal mehr seine Kletterqualitäten, die auf eine vordere Platzierung bei den Deutschen Meisterschaften am 29.08. hoffen lassen.
Derweil sind unserer beiden WM-Teilnehmer aus Moskau auch wieder in heimische Gefilde zurückgekehrt. Max Stahr wurde als Deutscher Meister im Punktefahren in dieser Disziplin, eingesetzt. Punktgleich mit dem 5. wurde er aufgrund der letzten Wertungen und des Zieleinlaufs auf Rang sieben gewertet. Jan Radermacher hatte sein WM-Debüt im Scratch-Rennen, das er auf dem 14. Platz beendete. Hoch motiviert gingen die beiden gemeinsam als amtierende Deutsche Meister im Madison an den Start, bei dem sie bei der Verteilung der vorderen Plätze ein gewichtiges Wörtchen mitreden wollten. Während sie ungefährdet die Qualifikation überstanden, lief es im Endlauf für das Duo, das sich vor einigen Jahren gefunden hat und seitdem auch international sehr erfolgreich fährt, nicht nach ihren Vorstellungen.
Aufgrund der Schlusswertung gehörten sie aber immer noch zu den besten 10 Paarungen der Welt. Auch wenn sie die erhoffte Medaille nicht auf der Brust tragen konnten, verdient ihre Leistung gemessen an der Junioren-Weltelite große Anerkennung.
©Ingrid Oeben
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