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Die Route verlief über Viersen-Waldniel-NL-Meinweg-Masseik-Kinrooi-Peer-Leopoldsburg-Beringen-Diest-Aarschot-Heist op den Berg-Mechelen (nördlich an Brüssel vorbei)-Willebroek-Dendermonde-Aalst-Erondegem. In Erondegem traf die Gruppe gegen 18.30 nach ca. 240 Kilometern erschöpft, aber glücklich ob der erbrachten Leistung, im Sporthotel ein. Nach einem hervorragendem Abendmenü wurde natürlich die zurückgelegte Strecke diskutiert. Kernpunkt der Kritik war, dass die Radwege in Belgien in einem desolaten Zustand sind. Trotzdem besteht für Radfahrer die Verpflichtung, diese zu benutzen, die Einhaltung wird von der Polizeistrikt überwacht. Unser lieber Bert musste daher leider einen Tribut in Höhe von 51 EURO zollen. Bei lebhafter Unterhaltung mit Einnahme einiger flüssigen Einheiten endete der Abend gegen 23 Uhr. Nach einem reichhaltigen Frühstück brachen wir gegen 9 Uhr zur nächsten Etappe auf. Sie führte über Herzele nach Oudenaarde. Dort besuchten wir kurz das Erlebnismuseum „Zentrum Ronde van Vlaanderen“, wo alles Wissenswerte über den Klassiker „Flandernrundfahrt“ zu sehen und erleben ist. Weiter ging es über Kluisbergen-Pecq-Nechin zum Grenzübergang nach Frankreich beiToufflers. Nach einer längeren Pause, wir warteten dort auf Herrn Dr. Handrock, der uns mit dem PKW aus La Madeleine entgegenkam, nahmen wir bei starkem Verkehr die Fahrt durch die Großstadtregion Roubaix/Lille zum Zielort in Angriff. Wider Erwarten fanden wir uns jedoch trotz wolkenbruchartigem Regen sehr gut zurecht und erreichten völlig durchnässt gegen 16.30 nach ca. 110 Kilometern La Madeleine. Nach Unterbringung der Räder im Keller des Schwimmbades suchten wir unser Hotel auf und machten uns für den offiziellen Empfang landfein.
In der Partnerstadt erwartete uns gegen 18.30 dann ein überaus herzlicher Empfang im Ratssaal durch Bürgermeister Leprêtre, Mitglieder des Stadtrats sowie des Syndicat d´Initiative, das die Betreuung der Sportler aus Kaarst übernommen hatte.
Wir waren von der Herzlichkeit und Wärme des Empfangs begeistert und ich bedankte mich mit dolmetscherischer Hilfe durch Herrn Dr. Handrock bei unseren Gastgebern.
Gegen 20.30 endete der offizielle Akt. Alle Teilnehmer waren noch in Euphorie und unternehmungslustig, so machten wir uns unter Leitung von Dr. Handrock per Bus und Metro auf den Weg nach Lille. Nach einem kurzen Spaziergang fanden wir auf einem großen Platz gegenüber der alten Börse ein geeignetes Lokal, um den Abend gebührend ausklingen zu lassen. Böse Zungen behaupteten am nächsten Morgen, bei einigen wäre eine leichte Schräglage feststellbar gewesen.
Am etappenfreien Samstag gab es ein reichhaltiges Programm mit der Besichtigung des brandneuen Sportzentrums Claude Dhinnin, das Stützpunkt für die Olympiade 2012 in London werden soll, sowie einer Führung durch die Metropole Lille. Besonders beeindruckt waren wir von der anschließenden Soirée im Club Oxygène, der sich erfolgreich für die Integration von Jugendlichen in sozialen Brennpunkten einsetzt.
Dr.Handrock und ich bedankten uns für die Herzlichkeit und Fürsorge, die wir erfahren hatten und äußerten die Hoffnung, dass der Begegnungsfaden nicht abreiße.
Am Sonntag gegen 8.30 Uhr traten wir die Rückfahrt an. Der stellvertretende Bürgermeister manövrierte uns mit einem Führungsfahrzeug bei spärlichem Sonntagsverkehr durch das Großstadtrevier bis zum Vorort Chereng, wo wir uns endgültig verabschiedeten. Die Route führte nun über Tournai-Leuze En Hainault-Ath-Enghien(südlich an Brüssel vorbei)-Halle-Waterloo-Overijse-Hamme Mille zum Zwischenziel in Tienen, das wir nach ca. 180 Kilometern erreichten. Die Fahrt war wegen des geringen Verkehrs und auch besserer Wegverhältnisse recht entspannt. Wir quartierten uns im Hotel De Schutting im Vorort Vissenaken ein. Zum Abendessen fuhren wir mit dem Bus nach Tienen, in einem Restaurant wurde uns eine dem Radfahrerhunger entsprechende Portion Spaghetti Bolognese mit gemischtem Salat gereicht. Der Ausklang erfolgte im Hotel mit einigen Bierlängen. Am Montag brachen wir um 9.00 Uhr auf und fuhren über St. Truiden-Tongeren-Maastricht-Meerssen-Nuth-Saeffelen-Erkelenz zurück nach Kaarst, wo wir gegen 18 Uhr nach ca. 150 Kilometern Fahrstrecke am Rathaus von Vertretern der Stadt, des VfR Büttgen und des Partnerschaftsvereins begrüßt wurden. Auch über diesen Empfang am Ende der Tour haben wir uns sehr gefreut.
Mein Dank gilt dem Partnerschaftverein, dem VfR Büttgen, der Stadt Kaarst sowie der NVV Mönchengladbach, die uns durch ihre materielle und ideelle Hilfe unterstützt haben.
Besonders möchte ich mich bei meiner Mannschaft bedanken, die hervorragende Teamarbeit geleistet hat. Angesichts des Durchschnittsalters der Truppe von 61 Jahren und der äußerst schwierigen Straßenverhältnisse ist die Leistung der Fahrer mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 26,6 km/h als sportlich sehr bemerkenswert einzuschätzen.
Gerhard Pigerl, Tourenwart VfR Büttgen
Teilnehmer:
Gerhard Pigerl, Hermann Eggstein, Bernd Feustel, Jörg Kraus, August Lehmkuhl, Bert Linden, Marek Opolski, Ulrich Philippi, Emil Sommer, Christoph Thißen, Bernd Zimmermann
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