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Am ersten Wettkampftag nahmen die Junioren in der 1er Verfolgung über 3000m den Kampf gegen die Uhr auf. Patrick Oeben, der sehr früh ins Rennen geschickt wurde, stellte mit einer starken Zeit von 3:39 min lange die Bestzeit und hielt sogar für eine knappe Stunde den Bahnrekord. Jan Radermacher hatte sich wie sein Teamkollege das Rennen gut eingeteilt und hatte mit einer Zeit von 3:35 min., die ihm auch gleichzeitig den Platz im Mannschaftsvierer sicherte, kurzzeitig auch die Nase vorn. Bis zum letzten Starter hatte Jan das kleine Finale um Platz 3. vor Augen. Christopher Muche aus Baden-Württemberg spuckte dem Büttgner in die Suppe und verwies ihn mit 3 Zehntelsekunden Vorsprung auf Platz 5.
Für Patrick reichte seine gefahrene Zeit noch zu einem tollen 8. Platz.Am Donnerstag setzte der Mannschaftsvierer besetzt mit Lukas Liß, Hans Pirius, Jan Radermacher und Max Stahr im Vorlauf mit 4:28 min. die Bestzeit und musste sich so mit dem Cottbuser Vierer im Kampf um die Goldmedaille behaupten.
Im Gegensatz zur Qualifikation am Vormittag lief der NRWVierer im Endlauf nicht wie gewünscht. Mehr als einen Kilometer vor Schluss des Rennens konnte der Kölner Hans Pirius von den beiden Läufen in der 1er Verfolgung gezeichnet das hohe Tempo nicht mehr mitgehen. Die drei verbleibenden Fahrer versuchten noch mal alles zu geben, fuhren sich aber in der letzten Runde nochmals auseinander und mussten sich dem harmonisch laufenden Vierer aus Brandenburg geschlagen geben.
Der Freitag stand ganz im Zeichen des 2er-Mannschaftsfahrens und hier hatte der Landesverband neben Jan Radermacher und Max Stahr als TOP-Favoriten zwei weiter Paarungen ins Rennen geschickt. Patrick Oeben ergriff mit seinem Partner Philipp Grabowski als erster die Initiative und die beiden fuhren in einem beeindruckenden Alleingang den ersten Rundegewinn, der ihnen die Anwartschaft auf Edelmetall sicherte. Die anderen beiden Paarungen aus NRW mit Lukas Liß/Hans Pirius und Jan Radermacher/Max Stahr taten es den beiden gleich und fuhren ebenfalls eine Runde heraus. Im Anschluss bot sich ein Kampf um Gold und Silber, der spannender nicht hätte sein können, denn beide Teams waren vor der letzten Wertung gleichauf. Jan brauchte den Sieg, um sein Ticket zur WM nach Moskau zu lösen und so setzten die beiden alles daran, den Sieg nach Hause zu fahren. In der letzten Wertung hatten die beiden dann auch die Nase vorn und durften ganz oben auf dem Podest Platz nehmen. Silber ging an das Duo Liß/Pirius und Bronze an Patrick Oeben und Philipp Grabowski.
Ein fulminanter Tag für den Landesverband, hatten die Junioren doch alle zu vergebenden Medaillen erringen können. Ein tolles Bild, das sich den Trainern bei der Seigerehrung bot. Strahlender Sieger:Das Punktefahren der Junioren wurde am letzten Tag ausgetragen und vor dem Einzug ins Finale hatten die Büttgener erst die Qualifikation in den Vorläufe zu bestehen, denn nur die besten 12 Fahrer beider Läufe zogen in den Endlauf ein. Patrick sicherte sich seine Qualifikation sicher durch einen erneuten Rundengewinn und Jan bewies einmal mehr seine Sprintstärke.Unterstützt von seinem Teamkollegen sicherte er sich die letzte Wertung und zog ungefährdet ebenfalls ins Finale ein.
Daniel und Max bestritten den 2. Lauf. Auch hier kam Max durch einen Rundengewinn, der ihn sichtlich Kraft gekostet hat, ins Finale.
Daniel hingegen musste alles im Sprint geben, da bereits 10 Fahrer einen Rundengewinn vollzogen hatten. Wie Jan fuhr er die letzte Wertung und zog ebenfalls ins Finale am Abend ein. Alle waren angespannt, denn jeder von ihnen hatte das Zeug, den Deutscher Meistertitel erringen zu können. Und genauso unruhig wie die Fahrer war auch das Finale. Gleich von Beginn an wurde es hektisch. Patrick und Max versuchten schon früh einen Rundegewinn herauszufahren, aber hinten im Feld passte man auf. Gleich darauf versuchte es Patrick erneut, wurde aber wieder gestellt. Jan und Daniel befanden sich kurze Zeit später ebenfalls in der Fluchtgruppe, die aber leider „Dank der Nachführarbeit“ eines Fahrers aus dem eigenen Landesverband wieder eingeholt wurde. Patrick, der sich offensichtlich viel vorgenommen hatte, löste sich erneut alleine vom Feld und hatte auch eine halbe Runde Vorsprung herausgefahren, das Feldhinten ließ ihn aber nicht fahren und stellte den Ausreißer wieder. Die drei Attacken hatten den jungen Büttgener so viel Körner gekostet, dass ein Weiterfahren keinen Sinn mehr machte.
Besser als seinen Mannschaftskollegen erging es Max, der nach dem Vorlauf verlauten ließ, dass er völlig „platt“ sei. Er hatte sich offensichtlich gut in der Pause erholt, denn er fuhr nicht nur einige Wertungen, sondern erwischte den richtigen Zug und fuhr mit drei weiteren Fahrern einen Rundegewinn. Jan, der sich zuvor gegen einen Kontrahenten zur Wehr gesetzt hatte und dafür bereits eine Verwarnung erhalten hatte, fuhr Max zu diesem Zeitpunkt auf Goldkurs - in eine günstige Ausgangsposition für die nächste Wertung, wurde hierfür erneut abgemahnt und musste bedauerlicherweise das Rennen verlassen.
Die Wertung wurde Max aberkannt. Wenige Runden später wurde das Rennen wegen des stark einsetzenden Regens unterbrochen. Nach erneutem Start nahm die Spannung und Hektik im Rennen zu, so dass es infolgedessen zu einem Sturz auf der Zielgeraden kam, in dem leider auch Daniel Scherring verwickelt war. Sichtlich gezeichnet, zum Glück aber nicht ernsthaft verletzt, konnte er das Rennen nach einer erneuten Unterbrechung wieder fortsetzen. Als Max stärkster Konkurrent sich vom Feld löste, war es nun Max Aufgabe, die Lücke zu Fabian Ederle zu schließen, dann die beiden trennten nur 3 Punkte und aus den eigenen Reihen war bis auf den gestürzten Daniel niemand mehr da, der ihn auf seinem Weg zum Deutschen Meistertitel unterstützen konnte. Max attackierte 3 Runden vor Schluss und lieferte sich ein packendes Finish mit dem Badener. Auf der Zielgeraden wurde es zwar noch mal knapp aber Max entschied die Schlusswertung für sich und sicherte sich damit nach Gold im Madison nun auch den Meistertitel im Punktefahren. Zu Recht war man im Fahrerlager und auf den Rängen aus dem Häuschen und feierte den erneuten Sieg des Büttgener Bahnathleten.
Daniel Scherring hatte nicht nur Pech beim Punktefahren. Auch bei den 1000m am ersten Wettkampftag hatte der Nachwuchsfahrer einen schwarzen Tag erwischt. Er hakte das Rennen ab und konzentrierte sich auf den Keirin-Wettbewerb und den Sprint über 200m, die beide bedeutend besser liefen. Mit 11,69 sec. erreichte er locker das Achtelfinale, musste sich aber dann seinem Kontrahenten in beiden Läufen knapp geschlagen geben. Im Keirin verpasste Daniel ebenfalls nur haarscharf den Einzug ins Finale, entschied aber den Lauf um den 7. Platz souverän für sich und sicherte sich damit auch eine der begehrten TOP-Ten Platzierungen.
Mit der Silbermedaille ausgezeichnet trat auch der Büttgener Jugendfahrer Florian Winkler die Heimreise an, der mit dem Mannschaftsvierer des Landesverbandes ins große Finale einzog und hier Platz 2 belegte.
©Ingrid Oeben
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