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Patrick, Christoph und Max gehörten bei ihren Rundfahrten bei den ersten Etappen zu den besten 15 bzw. 20. Patrick vergab seine Chance auf eine TOP-TEN Platzierung in der 3. Etappe, als ihn - wiederum in einer Ausreißergruppe vertreten - kurz vor Schluss die Kräfte verließen. Er zählte aber noch zu den 60 Fahrern, die nach der letzten Etappe mit mehr als 2.000 Höhenmetern, bei der es dann kurz vor Schluss Max erwischte, noch das Ziel erreichten und in die Wertung kamen.
Christoph musste bedingt durch einen Sturz seine Ambitionen auf eine vordere Platzierung aufgeben, genoss aber am Ende die Erfahrung einer schweren Rundfahrt durch die Alpen.
Beim Int. Klassiker in Bonheiden über 120 km setzten die anderen Fahrer die Taktik fast bedingungslos um, die da hieß, in einem 200 Mann starken Fahrerfeld auf schlechten engen Straßen nichts zu riskieren und im Feld anzukommen, da Stürze hier wohl kaum zu vermeiden waren. Leider erwischte es dann doch noch Florian Otto, der mit heftigen Prellungen und Schürfwunden ärztlich versorgt werden musste.
Scheinbar haben die harten Rennkilometer den Fahrern überhaupt nichts ausgemacht, denn am Fronleichnamstag bei den Bezirksmeisterschaften in Krefeld-Bockum langten die in ihren Vereinstrikots angetretenen Büttgener bereits kräftig zu und ließen der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance. Zu Beginn fuhren Jan Radermacher, Daniel Scherring und Nils Wlotzka der Konkurrenz davon, während man im Feld die ausgegebene Renntaktik umsetzte und das Renngeschehen kontrollierte. Patrick Oeben und Willi van der Sande fuhren später ebenfalls wie ihre Kollegen zuvor eine Runde raus, so dass die ersten fünf Plätze schon von Büttgener belegt waren. Nils setzte sich vor Ende des Rennens nochmals ab und sicherte sich vor seiner Haustüre den Titel des Niederrhein- und Bezirksmeisters, als kleine Wiedergutmachung des am Ende nicht belohnten Ausreißversuches bei der Landesverbandsmeisterschaft.
Platz zwei ging an Daniel und Dritter im Bunde der „gelben Übermacht“ war Jan, gefolgt von Patrick und Willi auf den Plätzen 4 und 5. Während Nic Hürten sich ebenfalls noch vom Feld absetzen konnte und sich Rang 6 sicherte, gewann Florian Otto als 7. den Sprint des Hauptfeldes.
Christoph Schübbe musste unterdessen bei den Westfalenmeisterschaften antreten. Er kletterte ebenfalls auf Platz 2 des Podiums und sicherte sich gleichzeitig den Bezirksmeistertitel.
Freitag streiften dann die Jungs aus Büttgen das Trikot des Bundesligateams über und vertraten den Rhein-Kreis-Neuss bei der Ruhrolympiade in Fröndenberg bei Unna. Und auch hier bewiesen sie ihre Klasse sowohl beim Kriterium als auch beim Mannschaftszeitfahren. Gemeinsam mit Teamkollege Christoph Schübbe, der wohnortbedingt für Dortmund an den Start gehen musste, und Justin Wolf setzten sich Jan Radermacher und Daniel Scherring und später auch Patrick Oeben vom Feld ab und teilten die Punkte zunächst unter sich auf, bevor sie den Rundengewinn vollzogen. Willi van der Sande sicherte sich die letzten Wertungspunkte, die gleich zweifach zählten, und fuhr somit auf Platz 2. Der Sieg ging an den schnellen Jan und der dritte Podestplatz an Patrick. Christoph wurde 4. und Daniel komplettierte das Ergebnis als 6.
Der Sieg im Mannschaftszeitfahren ging ebenfalls an das Team bestehend aus Jan, Patrick, Daniel, Willi und Max. Daniel, Patrick und Jan machten von Beginn an mächtig Dampf und sorgten dafür dass die Goldmedaille in der Disziplin Radsport an den Rhein-Kreis-Neuss ging, der zum ersten aber sicher nicht letzten Mal hier am Start war.
Den Samstag verbrachten die Athleten gemeinsam mit Cheftrainer Hans-Peter Nilges und Masseur und Betreuer Kees van der Sande im Teamhotel PP Hotels Grefrather Hof und ließen es sich wie gewohnt bei hervorragendem Essen und dem freundlichen Hotelteam gut gehen. Sie nutzten den rennfreien Tag zum Mannschaftszeitfahrtraining.
Sonntag ging die Reise dann in die Ardennen zum Int. Klassiker „Tour du Condroz“, der mit einer Distanz von 120 km und 6 Bergwertungen ein schweres und interessantes Rennen versprach und den letzten Schliff für die Deutschen Straßenmeisterschaften geben sollte. Schon die Anreise dorthin machte die Vermutung wahr, dass hier von den Rennfahrern einiges abverlangt werden würde. Aber die sechs ließen sich hiervon nicht beirren und zeigten bei dem brutal schweren und schnellen Rennen, was sie drauf haben. Willi van der Sande schaffte es nach der vierten Bergwertung zu einer achtköpfigen Spitzengruppe, die später aus 12 Leuten bestand aufzufahren.
Vor dem Hauptfeld bildeten sich zwei weitere Verfolgergruppen, zu denen Christoph Schübbe und Patrick Oeben sowie Jan Radermacher gehörten. Nach 92 km erreichten die Fahrer wieder den Ausgangsort Rotheux, wo sie dann noch 4 Runden auf einem 6 km langen ebenfalls anspruchsvollen Rundkurs zu absolvieren hatten. Hier wurde noch mal soviel Druck gemacht, dass sowohl die Spitzengruppe als auch die beiden Verfolgerfelder und das Hauptfeld auseinander fielen. Willi schaffte es zwar nicht, den Vorstoß der ersten drei Fahrer zu kontern, fuhr aber einen grandiosen fünften Platz nach Hause. Patrick gewann den Sprint des Verfolgerfeldes knapp vor Christoph. Mit hervorragenden Plätzen 13 und 14 sorgten die beiden gemeinsam mit Willi dafür, dass das Team im Gesamtklassement den dritten Platz belegte und es erneut in der Mannschaftskasse kräftig klingelte. Jan sicherte sich in der 2. Verfolgergruppe ebenfalls den Sprint und erreichte auf einem sehr guten 32. Platz das Ziel. Nic Hürten, der ebenfalls wie Daniel Scherring ein tolles Rennen ablieferte, kam mit dem Hauptfeld ins Ziel.Cheftrainer Hans-Peter Nilges war mehr als zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge, die seine Erwartung auf dem schweren Kurs übertrafen.
Völlig ausgelaugt und sichtlich gezeichnet aber verwöhnt von super Ergebnissen und ebenso tollen Mannschafts und Einzelleistungen machten sich die Sportler und Betreuer auf die Heimreise und freuen sich auf den Einsatz bei den Deutschen Straßenmeisterschaften am nächsten Wochenende in Mecklenburg Vorpommern.
©Ingrid Oeben
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